Ambulante Operationen

Minimal-invasiv unter Schonung gesunder Gewebe und Strukturen

Bei Erkrankungen und Beschwerden im HNO-Bereich gibt es heute vielfältige minimal-invasive Operationsmöglichkeiten. Vielfach können die Eingriffe ambulant durchgeführt werden. Die Operationen sind in der Regel weniger schmerzhaft und mit einer kürzeren Genesungszeit verbunden. Zur Befunderhebung setzen wir auf die strahlungsarme und präzise Digitale Volumentomographie (DVT).

Endoskopische Untersuchungen im HNO-Bereich können in aller Regel ohne oder in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Auf Wunsch, bei Kindern oder zur Tumordiagnostik, führen wir Endoskopien auch in Vollnarkose durch und entnehmen hierbei gegebenenfalls Gewebeproben. Eine besondere Form ist die Schlafendoskopie, bei der Engstellen, verantwortlich für Schnarchen und Atempausen im Schlaf, gesucht werden, um dem Patienten eine gezielte Therapie zukommen zu lassen.

Wir führen Operationen sowohl in unserer Praxis als auch in der Tagesklinik in Hofheim durch und stehen Ihnen mit einem professionellen Team zur Seite.

Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie

Operationen der inneren und äußeren Nase sowie der Nasennebenhöhlen erfolgen in der Regel minimal-invasiv (endoskopisch) bzw. videogestützt unter Schonung gesunder Nasenschleimhaut. Sie dienen der Therapie von entzündlichen Erkrankungen, Verletzungen, Missbildungen und Tumoren. Ebenso dazu gehören plastische Nasenkorrekturen. Zur Blutstillung und zur besseren Heilung kommen moderne Gele zum Einsatz.

Akute oder chronische Entzündungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Nasennebenhöhlen. Außerdem können Brüche des Schädelknochens durch Unfälle die Strukturen der Nasennebenhöhlen betreffen.

Folgende Beschwerden weisen auf eine schlechte Nasenfunktion hin:

Nasenseptumplastik

Die Nasenscheidewand, das Septum, dient als Trennwand der zwei Nasenhöhlen. Sie ist von Schleimhaut überzogen, die der Erwärmung, Befeuchtung und Filterung der Atemluft dient.

Unter einer Nasenseptumplastik versteht man die Begradigung der Nasenscheidewand, mit dem Ziel, die Nasenatmung zu verbessern. Eine verkrümmte Nasenscheidewand entsteht in der Regel im Rahmen des Wachstums, meist in der Pubertät. Die Nasenscheidewand kann sich jedoch auch durch ein Trauma verkrümmen, zum Beispiel durch einen Sturz oder einen Stoß auf die Nase. Die Krümmung wird durch zu große oder fehlgestellte Knochen- oder Knorpelanteile verursacht.

Bei der OP werden durch einen Schleimhautschnitt bestimmte Knorpel- und Knochenanteile entfernt und außerhalb der Nase geglättet. Danach werden sie wiedereingesetzt und die Schleimhäute sorgfältig verschlossen. Bei der ambulanten OP legen wir für nur zwei Tage neuartigste Geltamponaden, die ein Ausstopfen der Nase wie in früherer Zeit überflüssig machen.

Nasenmuschelverkleinerung

Die innere Nase wird durch die Nasenscheidewand in zwei Nasenhaupthöhlen getrennt. In jede Nasenhaupthöhle ragen Schwellkörper hinein, die sog. Nasenmuscheln, deren Aufgabe u. a. die Regelung des Atemstromes ist. Erkrankt die Nasenschleimhaut, kann es zu einer Regelstörung kommen und die Nasenatmung wird erschwert oder gänzlich behindert. Dies führt besonders im Liegen zu Einschlafstörungen und Schnarchen. Durch innovative medizinische Entwicklungen können wir heute mittels LASER oder Radiofrequenzchirurgie schonend die Nasenmuscheln verkleinern, so dass nicht einmal eine Arbeitsunfähigkeit resultiert.

Entfernung von Nasentumoren

Bösartige Tumoren der Nasenhaupt- und nebenhöhlen sind selten. Kleinere Tumoren können wir durch die Nase operieren. Sehr große Tumoren erfordern meist aufwendige Rekonstruktionen.

Unser Ziel ist immer eine vollständige Entfernung des Tumors und zugleich ein zufriedenstellendes kosmetisches und funktionelles Ergebnis.

Die Prognose ist im Frühstadium relativ gut, bei Einbruch in die hinter der Kieferhöhle gelegene Flügelgaumengrube oder die Augenhöhle allerdings vergleichsweise schlecht.

Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen

Die Nasennebenhöhlen umfassen mehrere Hohlräume im Schädel, in denen Sekret und Schleim produziert werden, die über schmale Gänge zur Nase hin ablaufen. Eine Verlegung dieser Gänge kann zu chronischen Entzündungen führen. Wenn die Entzündungen nicht medikamentös ausgeheilt werden können ist eine operative Sanierung erforderlich.

Operationen in und am Ohr

Einlage von Paukenröhrchen bei Kindern und Erwachsenen

Heilt eine Mittelohrentzündung nicht richtig aus oder tritt sie immer wieder auf, kann sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammeln. Durch diesen Erguss in der Paukenhöhle wird die Hörleistung unter Umständen gemindert, was sich bei Kindern negativ auf den Spracherwerb auswirken kann. Rezidivierende Ergüsse führen oft zu chronischen Mittelohrentzündungen im Erwachsenenalter.

Durch einen kleinen Schnitt im Trommelfell kann die Ergussflüssigkeit abgesaugt werden und das Mittelohr wird wieder besser belüftet. Gegebenenfalls wird ein Paukenröhrchen ins Trommelfell eingesetzt, das die Belüftung des Mittelohres von außen und den selbständigen Abfluss des sich nachbildenden Ergusses ermöglicht. Das Röhrchen wird gewöhnlich von selbst binnen 6-12 Monaten wieder abgestoßen. Beim Erwachsenen kann die Punktion des Trommelfells auch mittels Laser in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Myringoplastik

Nicht selten kommt es durch Gewalteinwirkung z.B. durch Wattestäbchen, einen Schlag aufs Ohr oder einen Kopfsprung ins Wasser zu einer Perforation des Trommelfells. Neben dem primären Schmerz und einer eventuellen Blutung aus dem Gehörgang kommt es bei einer traumatischen Trommelfellruptur zu einer deutlichen Hörminderung.

Eine Operation wird nötig, wenn sich das Trommelfell nicht selbst schließen kann, weil beispielswiese durch die Druckwelle die Ränder der Trommelfellinnenfläche verklebt sind. In diesem Fall ist es wichtig, frühzeitig durch eine Myringoplastik die Trommelfellränder „auszukrempeln“ und zu adaptieren.

Operationen an Rachen, Mandeln und Kehlkopf

Entfernung der Rachenmandel ("Polypen")

Ist die Rachenmandel vergrößert, können Beschwerden wie Schnarchen, Dauerschnupfen, Mundatmung oder Mittelohrentzündungen auftreten. Schwerhörigkeit, Sprachentwicklungsverzögerung, Karies und Zahnfehlstellungen können weitere Folgeerscheinungen darstellen.

Die Entfernung der sogenannten Polypen dauert nur wenige Minuten und erfolgt ambulant unter Vollnarkose. Gleichzeitig legen wir, wo es erforderlich ist, mikroskopisch Paukenröhrchen zur besseren Belüftung des Mittelohres.

Gaumenmandelverkleinerung mittels Laser

Neben der Rachenmandel sind häufig auch die Gaumenmandeln (Tonsillen) vergrößert. Die Beschwerdebilder entsprechen sich. Hinzu kommen Behinderungen der Atmung und Nahrungsaufnahme. Letztere kann zu Wachstumsstörungen führen. Ebenso sind wiederkehrende Atemwegsinfekte oder ein obstruktives Schlafapnoesyndrom möglich.

Mit der LASER-Tonsillotomie verkleinern wir Ihre Gaumenmandeln. Dabei schonen wir jedoch das sog. immunkompetente lymphatische Gewebe, das besonders Kinder zur Infektabwehr benötigen. Der Eingriff erfolgt im Gegensatz zur kompletten Mandelentfernung (Tonsillektomie) ambulant.

Gaumensegelplastik bei Schnarchen ohne Atemaussetzer

Bei der Gaumensegelplastik handelt es sich um eine schonende Operationsmethode für Menschen mit habituellem Schnarchen (Gewohnheitsschnarchen). Die typischen Schnarchgeräusche entstehen vor allem im Schlaf, wenn die Gaumensegel und Zäpfchen in der Atemluft hin und her flattern. Während der ambulanten OP werden Weichteilüberschüsse des Gaumensegels unter Schonung der Muskulatur per Laser gestrafft und das Zäpfchen verkürzt. Die Behandlung ist auch mittels Radiofrequenztechnik (Celon oder Coblation) möglich.

Direkte Kehlkopfuntersuchung mit Probenentnahme

Der Kehlkopf ist der Ort der Stimmbildung und der Eingangsbereich in die Luftröhre. Dieser Bereich ist mit einer ungestörten Funktion für das Atmen und Leben von höchster Wichtigkeit.

Bei Veränderungen an den Stimmbändern, zum Beispiel Polypen, Knoten, Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe) oder Tumoren kann eine Kehlkopfspiegelung notwendig werden. Häufig fallen diese Veränderungen durch eine heisere Stimme oder durch ein Fremdkörpergefühl im Hals auf, können jedoch auch Zufallsbefunde im Rahmen einer Krebsvorsorgeuntersuchung sein. 

Hier operieren wir unter direkter mikroskopischer Sicht mit dem LASER oder speziellen Instrumenten, was für Sie sehr schonend und mit einem geringen Risiko verbunden ist.

Sollten Sie fragen zu den Operationsmethoden haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie jederzeit ausführlich!